Zusammen mit seinen Vertriebspartnern hat Linde Material Handling das Leistungsangebot der Lagertechnik in den letzten Jahren kräftig aufgestockt. Und der Ausbau soll weitergehen. Ziel ist, mit passgenauen Kundenlösungen weiter zu wachsen. Dabei wird nicht nur in Großbritannien und Frankreich, sondern in ganz Europa die führende Marktposition angestrebt.
In der Krise erwies sich der Lagertechnikmarkt als stabilisierender Faktor. Zwei von drei in Europa verkauften, neuen Flurförderzeugen kommen mittlerweile aus diesem Segment. „Bereits heute sind wir in wichtigen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Frankreich Marktführer in der Lagertechnik oder stehen an zweiter Stelle, wie beispielsweise in Deutschland. Diese Position wollen wir konsequent ausbauen“, so Christophe Lautray, Mitglied der Geschäftsführung Linde MH und für den weltweiten Flurförderzeugvertrieb verantwortlich. Die zugrunde liegende Strategie umfasst zahlreiche Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere innovativen Produkte in modularer oder Matrix-Bauweise, größere Kapazitäten für den Bau von Sonderlösungen sowie der kräftige Ausbau des Service- und Dienstleistungsprogramms.
Dass Linde MH auf der Produktseite kräftig Gas gibt, zeigt die Zahl an Produktinnovationen. Allein 35 neue Lagertechnikfahrzeuge, von Nieder- und Hochhubwagen über Kommissionierer und Schubmaststapler bis hin zu Schleppern, wurden seit 2007 auf den Markt gebracht. Und weitere zehn Modelle sollen in diesem Jahr folgen. Sie alle sind darauf ausgerichtet, Bedienern und Betreibern ein Maximum an Leistungsfähigkeit, Sicherheit, Belastbarkeit und Bedienkomfort zu bieten.
Dabei ermöglicht beispielsweise das Matrix-Konzept, die Kostenvorteile der Großserienfertigung mit den Anwendungsvorteilen einer passgenauen Einzellösung zu verbinden. Kombiniert werden können dabei die Funktionseinheiten Antrieb, Last und Bedienteil. Aus standardisierten Komponenten entstehen so kundenbezogene Lagertechnikmodelle wie etwa die neuen Kommissionierer Linde V08 und Linde N20VLi. Noch einen Schritt weiter in Rich-tung Individualisierung geht Linde bei den modular aufgebauten Systemtechnikgeräten. Die Kunden haben hier die Möglichkeit, aus einer Vielzahl verschiedener Motor-, Batterie-, Hubmast- und Chassisvarianten „ihre“ passgenaue Einzellösung zusammenzustellen. Beispiele aus diesem Bereich sind der Kommissionierer Linde V10 sowie der Elektro-Schmalgang-Hochregalstapler Linde A.
Gerade in der Lagertechnik gibt es aber auch des Öfteren Einsatzspezifikationen, die Sonderlösungen erfordern. Linde MH fertigt pro Jahr mehr als 2.000 spezielle Lagertechnikfahrzeuge. Beispielsweise wird ein Niederhubwagen komplett mit Edelstahl verkleidet beziehungsweise mit Lastrahmen aus massivem Edelstahl ausgerüstet, wodurch die Fahrzeuge in Bereichen mit besonderen Hygieneanforderungen (z.B. Lebensmittelindustrie) eingesetzt werden können.
Ein weiterer wichtiger Punkt für die Effizienz der Lagertechnikgeräte ist der Service. Ein Blick auf die Deutschlandkarte und die Standorte der Linde-Vertragspartner zeigt: Was auch immer passiert, in kürzester Zeit kann ein Servicetechniker vor Ort sein. Insgesamt sind bundesweit 1.400 Servicetechniker für Wartung und Service im Einsatz. In Europa sind es sogar über 5.000 Mitarbeiter im Service. Komplettiert wird diese Bereitschaft durch einen 24-Stunden-Service im Ersatzteilbereich. Über die weltweite Ausbildung von Spezialisten soll das Know-how der Servicetechniker noch breiter gestreut werden. Denn Beratung, so Lautray, ist bei der Ausschreibung von Lagertechnikprojekten häufig der Schlüssel zum Verkaufserfolg.
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