Dafür sprechen zahlreiche konstruktive Verbesserungen, die das Kraftpaket noch geräumiger und komfortabler machen sowie die Mastdurchsicht um knapp 20 Prozent verbessern. Leistungsstarke Motoren sorgen überdies dafür, dass die Abgaswerte deutlich unterhalb der aktuellen Emissionsrichtlinie liegen. Ein zusätzliches Modell mit 8 Tonnen Tragfähigkeit und einem Lastschwerpunkt von 1100 Millimetern trägt den Ansprüchen der Kunden Rechnung, immer größere Lasten zu bewegen. Zudem haben sich die Wartungsintervalle für Motorölwechsel und Hydraulikölwechsel verdoppelt.
Mit den Modellen H50 bis H80 hat Linde Material Handling die gesamte verbrennungsmotorische Produktpalette im Traglastbereich von 1,4 bis 18 Tonnen auf den technologisch neuesten Stand gebracht. "Mit leistungsstarken, sicheren, komfortablen und servicefreundlichen Staplern schaffen wir die Voraussetzung für beste Umschlagleistung bei geringen Betriebskosten", so Theodor Maurer, verantwortlich für den Vertrieb in der Geschäftsführung von Linde Material Handling. "Und damit treffen wir den Nerv unserer Kunden. Denn immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass nicht die Anschaffungskosten entscheidend sind, sondern vielmehr die Gesamtkosten einschließlich Personal-, Service-, Finanzierungs- und Energiekosten erfolgsbestimmend sind."
Die Verbesserungen im Einzelnen
Der Fahrer zählt zu den maßgeblichen Erfolgsfaktoren des Staplereinsatzes. Einen komfortablen Arbeitsplatz zu bieten, der ihn nach Kräften bei der Arbeit unterstützt und vor Belastungen schützt, sei deshalb nach Unternehmensangaben erneut eine wichtige Maßgabe der Neuentwicklung gewesen. So erreicht der Fahrer seinen Arbeitsplatz über drei von oben gut einsehbare Trittstufen in 40, 70 und 105 Zentimetern Höhe sowie eine serienmäßige Einstiegshilfe an A-Säule und Motorhaube. Die Kabine wurde im Bereich der Frontscheibe sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite um 10 Zentimeter verbreitert, wodurch der Sichtwinkel außen am Mast vorbei um das 3,5-fache erweitert werden konnte. Insbesondere bei der Lkw Be-und Entladung profitiert der Fahrer von diesem Plus an Komfort und Sicherheit. Für weiteren Bedienkomfort sorgen die beiden, in eine Armlehne integrierten Steuerhebel der Arbeits- und Zusatzhydraulik. Die so genannte Linde Load Control – mittlerweile ein Markenzeichen aller Gegengewichtstapler von Linde im Traglastbereich von 1,4 bis 18 Tonnen – erlaubt eine präzise und fingerleichte Steuerung der Mastfunktionen und sorgt für ein deutliches Plus an Wirtschaftlichkeit. Hinzu kommen Ausstattungsmerkmale wie Komfortsitz, verstellbares Lenkrad, großer Fußfreiraum, Doppelpedalerie, Anzeigeinstrument mit Display am Fahrzeugrahmen, Schalterleiste im Griffbereich, Innenraumbeleuchtung und Ablagefächer sowie weitere modulare Optionen wie beispielsweise Heizung, Klimaanlage und Radio.
Innovatives Hubmastkonzept
Haupteinsatzgebiete der sechs neuen Modelle sind Baustoffindustrie und –handel, Getränkeindustrie, eisen- und metallverarbeitende Industrie sowie Papier- und Druckindustrie. Hier gehört es zum Tagesgeschäft, die oft sperrigen Lasten in Höhen bis zu 8,5 Meter ein- und auszulagern. Gute Sicht, hohe Resttragfähigkeiten aber auch eine hohe Verwindungssteifheit des Mastes sind unabdingbar für sicheres, gleichzeitig aber schnelles Lasthandling. Um dies zu erreichen, hat Linde Material Handling das Hubmastkonzept der Baureihe weiter verbessert. Die obenliegenden Neigezylinder gewährleisten aufgrund der großen Hebelverhältnisse hohe Resttragfähigkeiten. Sie ermöglichen gleichzeitig die Verwendung schmaler Hubmastprofile, hinter denen die Hubmastzylinder liegen. Um fast ein Fünftel habe sich die Sicht durch den Standardmast im Vergleich zur Vorgängerbaureihe verbessert, proklamiert Linde. Der neue, von Linde selbst entwickelte Triplex-Hubmast biete dem Fahrer ein um 18 Prozent größeres Sichtfeld. Weiterer Punkt des Hubmastkonzepts ist die Linde-Torsionsstütze zusammen mit dem Torsionsgitter. Die Komponenten verbinden den Hubmast mit dem Gegengewicht und stabilisieren ihn gegen seitliche Verdrehungen. Das vorn am Hubmast befestigte Torsionsgitter wird hinten über Rollen zwischen den Torsionsstützen geführt und stabilisiert auf die Weise den Hubmast gegen seitliche Verdrehungen. Auf diese Weise wird selbst in hohen Hubhöhen sowie bei großen oder pendelnden Lasten eine deutliche größere Verwindungssteifigkeit des Hubmastes erreicht. Durch diese in der Branche einzigartige Lösung wird in der Praxis ein sichereres und gleichzeitig schnelleres Lasthandling möglich.