Kooperationsvertrag geschlossen

09.02.2015

Linde Material Handling und Balyo schließen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Entwicklung innovativer Robotik-Lösungen

Linde Material Handling (MH) und der Robotik-Spezialist Balyo haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Mit der Kooperation möchte Linde MH seine Aktivitäten auf dem Gebiet der robotergesteuerten Flurförderzeuge intensivieren, Balyo die Marktdurchdringung seiner innovativen Technologie deutlich erhöhen. Geplant ist eine Zusammenarbeit bei Entwicklung, Fertigung und Vertrieb unter dem Dach der „Linde robotics“ und damit eine Ausweitung der Lösungskompetenz von Linde MH auf diesem Gebiet.

Die Nachfrage nach automatisierten Flurförderzeugen wächst stetig. Insbesondere Betreiber von Lagertechnikgeräten wollen mit halb- oder vollautomatischen Lösungen ihren innerbetrieblichen Materialfluss standardisieren, um die Geräte unabhängig von Arbeitszeitvorgaben flexibel einsetzen zu können, Fehlbedienungen sowie Unfallrisiken auszuschließen und Personalkosten zu reduzieren.

„Unser erklärtes Ziel ist es, das Angebot an Automatisierungslösungen auszuweiten und unseren Kunden Lösungen unterschiedlichster Komplexität anzubieten. Mit Balyo konnten wir den Technologieführer auf dem Gebiet robotergesteuerter Flurförderzeuge für eine exklusive Zusammenarbeit gewinnen und somit das Beste aus zwei Welten vereinen“, zeigt sich Christophe Lautray, Geschäftsführer Vertrieb von Linde MH, vom Erfolg der künftig engen Zusammenarbeit überzeugt. „Geplant ist, die innovative Technologie von Balyo Stück für Stück in einen Großteil unserer Produkte zu integrieren und gleichzeitig Synergien bei Fertigung und Vertrieb zu nutzen. Auf der Messe LogiMAT stellen wir erste gemeinsame Produktentwicklungen vor, weitere sollen in Kürze folgen.“

„Linde MH ist europäischer Marktführer bei Flurförderzeugen und verfügt über ein großes Produktwissen sowie ein denkbar engmaschiges Beratungs- und Servicenetzwerk. Für uns ist es deshalb der ideale Partner bei der Entwicklung modernster Robotikgeräte, mit denen wir unsere Kunden bestmöglich bedienen wollen“, begründet Fabien Bardinet, Geschäftsführer von Balyo, die Entscheidung, eine gemeinsame Entwicklung mit dem Flurförderzeughersteller zu starten. „Bei Balyo fertigen wir ein einzigartiges Steuerungssystem für den Transport von Gütern. Zusammen mit Linde MH bieten wir unseren Kunden bahnbrechende Lösungen an, mit deren Hilfe sie ihren innerbetrieblichen Materialfluss optimieren und deutliche Kostenvorteile erzielen können.“

Die auf Standardgeräten von Linde basierenden und mit Balyo-Technologie betriebenen autonom fahrenden Flurförderzeuge benötigen zur Navigation im Raum weder Laserreflektoren noch Schienen oder Magnete. Vielmehr nutzen sie eine eingebaute autonome, lasergestützte Technologie, welche zur Orientierung im Raum örtliche Gegebenheiten wie Mauern, Regale oder Pfeiler verwendet. Zudem erlaubt die exklusive Technologie einen schnellen und einfachen Installationsprozess. Dabei wird das Lager zunächst kartographiert, dann werden die Daten in eine zweidimensionale Karte umgerechnet. Es folgen die Festlegung der Wege durch das Lager und die Definition der den Robotikgeräten zuzuordnenden Aufgaben. Ausgestattet mit Laser, Recheneinheit und digitalisierter Karte orientiert sich das Fahrzeug in Echtzeit. Änderungen im Lager, bei den Aufträgen oder Fahrtrouten lassen sich jederzeit sehr einfach anpassen.

Eine umfangreiche Software sorgt für die vollständige Einbindung der Fahrzeuge in das Lager, indem es diese mit Lagerverwaltungssystem (LVS) und Warenwirtschaftssystem (WWS) verbindet und den Lagerverantwortlichen eine bequeme Überwachung mithilfe der intuitiven Benutzeroberfläche ermöglicht. Gleichzeitig verfügen die nun an den Start gehenden Robotikgeräte über ein fortschrittliches Sicherheitssystem, das nicht nur für leichte Bedienbarkeit sorgt, sondern das Flurförderzeug automatisch wieder anfahren lässt, nachdem ein zuvor erkanntes Hindernis beseitigt wurde und die Fahrtroute wieder frei ist. Dabei analysieren die Roboter ihre Umgebung im Gegensatz zu anderen Lösungen dreidimensional, bevor sie eigenständig starten.

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Fachpresse

Heike Oder